Zwölf Gebäude, knapp 30.000 Quadratmeter, laufender Betrieb.
Der Sitz eines südlich von München ansässigen Technologieunternehmens, umringt von Grünanlagen und offen gestaltet. Die Aufgabe: die Fassaden von zwölf Gebäuden entsprechend der originalen Holzoptik sanieren, ohne dass die Belegschaft das Haus verlässt.
Hohe Prüfstandards, bevor überhaupt eine Rolle geöffnet wurde.
Die Anforderungen an das Beschichtungsmaterial und an die Ausführung unterlagen den Qualitäts- und Prüfungsstandards eines Konzerns. Drei Kriterien standen im Vordergrund: lange Haltbarkeit, eine Zehnjahresgarantie auf Farb- und Formbeständigkeit sowie eine Zertifizierung nach B1-Brandprüfung.
Für die gewünschte Optik gab es zunächst kein Produkt. Der Folienhersteller entwickelte dafür eine Erweiterung seines Renolit-Reface-Sortiments: Holzdekor-Folien für Fassadensanierungen.
Ein Jahr Musterfläche, bevor der Auftrag kam.
Im Sommer 2018 wurde nach einer Entwicklungs- und Testphase zunächst eine 100 Quadratmeter große Musterfläche mit der neu entwickelten Holzdekorfolie beschichtet. Sie blieb ein Jahr stehen.
Erst nachdem sich nach zwölf Monaten keinerlei qualitative Veränderung des Materials zeigte und die Verklebungsqualität bestätigt war, gab der Kunde die Folierung aller zwölf Gebäude frei — im Dekor „Country Oak”.

Zwei Bausaisons, 25 Folierer, eine Pandemie.
Wir begannen im September 2019. Nach einer wetterbedingten Winterpause ging es im März 2020 mit einem Team von 25 Folierern weiter.
Bei einem Projekt dieser Größenordnung entscheiden Vorplanung, Logistik und Projektmanagement vor Ort über den Erfolg, nicht die Verarbeitungsgeschwindigkeit. Lösungen mussten laufend mit allen Beteiligten erarbeitet werden, damit die Folierung auch unter widrigen Umständen praktikabel blieb. Eine dieser Umstände war Corona.

Sämtliche Folierungsarbeiten liefen im laufenden Betrieb. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens konnten über den gesamten Zeitraum störungsfrei weiterarbeiten.
Portfolios sind kein Sonderfall, sondern unser Regelfall.
Zwölf Gebäude an einem Standort stellen dieselben Fragen wie zwölf Filialen in zwölf Städten: Wie hält man den Farbton über Chargen und Monate konstant? Wie plant man Flächen, die nur nachts oder nur im Sommer zugänglich sind? Wie dokumentiert man die Ausführung so, dass die Herstellergarantie trägt?
Für Bestandshalter und Filialisten ist genau das der Unterschied zwischen einem Folierer und einem Full-Service-Anbieter mit bundesweiter Mannschaft.
Mehrere Objekte,
ein Erscheinungsbild.
Wir planen Portfolio-Projekte inklusive Musterfläche, Freigabeprozess und Dokumentation je Bauteil — deutschlandweit und über ein Netzwerk von rund 200 Fachkräften.