Ein Zeitzeuge von 1970, erhalten statt ersetzt.
Zwischen Universität und Alter Oper steht ein 14-stöckiges Bürogebäude mit einer Pfosten-Riegel-Fassade aus Aluminium. Bei der Kernsanierung 2021 und 2022 sollte die Fassade als architektonischer Zeitzeuge bestehen bleiben. Der verwitterte Pulverlack nicht.
Die Fassade sollte bleiben. Ihre Oberfläche nicht.
Das Bauwerk stammt aus dem Jahr 1970 und bringt 10.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche mit. Seine Fassade ist eine Pfosten-Riegel-Konstruktion aus Aluminiumprofilen, wie sie für diese Bauzeit typisch ist. 2021 und 2022 wurde das Haus kernsaniert.
Der Pulverlack auf den Profilen war nach fünf Jahrzehnten verwittert. Das Architekturbüro empfahl dem Eigentümer, die Profile nicht neu zu lackieren, sondern zu folieren. Der Grund liegt im Bauablauf: Eine Lackierung im bewohnten Hochhaus bedeutet Einhausung, Lösemittel und Trocknungszeiten über der gesamten Fassade.

Zwei Folientypen, weil die Profile zwei Aufgaben haben.
Nicht jedes Profil einer Pfosten-Riegel-Fassade trägt dieselbe Last. Wir haben die Fassade deshalb materialseitig getrennt.
Die Profilverblendungen und die waagerechten Fensterbänke erhielten Renolit Reface. Diese Renovierungsfolie ist robust genug, dass auch die wiederkehrende mechanische Belastung durch die Fassadenbefahranlage der Oberfläche nichts anhaben kann. Auf diese Flächen entfielen rund 1.200 Quadratmeter.
Die dahinterliegenden schmalen Profile bekamen Avery Facade Film. Das Material ist dünner und dadurch elastischer als die Renolit-Folie und haftet deshalb auch auf schmalen, mehrfach gekanteten Oberflächen zuverlässig. Hier wurden rund 1.000 Quadratmeter verarbeitet.
„Im Vergleich zur Lackierung hat die Folierung eindeutige Zeit- und Kostenvorteile.“ Tilo-Amatus Kleinerüschkamp, Projektmanager bei Gloram Real Estate

Die vorhandene Befahranlage ersetzte das Gerüst.
Am Gebäude war bereits eine Fassadenbefahranlage installiert. Wir haben sämtliche Profile darüber erreicht, ohne eine einzige Hilfskonstruktion aufzubauen. Das kam der Betriebssicherheit und dem Zeitaufwand gleichermaßen zugute.
Im Schnitt waren sechs Mitarbeiter vor Ort. Während sich die Gesamtsanierung des Gebäudes über rund zwei Jahre zog, schlug die Fassade mit etwa vier Monaten zu Buche.

Bestandsfassade, laufender Betrieb, begrenzter Straßenraum.
Drei Bedingungen, die in Innenstadtlagen fast immer zusammenkommen, und die eine klassische Sanierung teuer machen. Wenn Ihr Objekt über eine Befahranlage oder Dachaufhängung verfügt, entfällt der größte Einzelposten der Fassadensanierung — das Gerüst.
Ob Ihre Profile folierbar sind, entscheidet der Untergrund, nicht das Baujahr. Das klären wir im Vor-Ort-Termin mit einer Haftprobe.
Ihre Bestandsfassade,
realistisch eingeschätzt.
Wir sehen uns Untergrund, Zugänglichkeit und Bauablauf an und sagen Ihnen, ob Folierung der richtige Weg ist. Auch dann, wenn sie es nicht ist.